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07.11. New Orleans/Louisiana

Last stop. Und ein Besonderer.
Nicht nur, weil die Zugreise wegen voranfahrender Gueterzuege auf der eingleisigen Strecke fast 4 Stunden laenger gedauert hat als geplant. Hat sich aber gelohnt, weil ich stundenlang mit einem ganz tollen pensionierten Psychologen, Quaeker und Menschenrechtler, der mit seiner Frau seinen Sohn und Enkel in New Orleans besuchen fuhr, gesprochen habe. Mein Thema, der Zusammenhalt von Gesellschaft trotz riesiger Graeben, war bei ihm super aufgehoben, denn er engagiert sich in Atlanta in einer Gruppe, die Einkommensschwachen helfen will und die ganz aktiv Rassismus bekaempft.



Ein sehr schlauer Mann, der mir sehr imponiert hat und mir mal wieder die Binsenweisheit naeher gebracht hat, dass es in diesem Land ne ganze Menge Leute gibt, die verdammt richtig ticken. Wir haben lang ueber das katastrophale Ergebnis der Zwischenwahlen am Dienstag gesprochen und mir ist nun einiges viel klarer.
Ich war dann erst gegen Mitternacht im Hostel, und das ist schon derbe schlimm. Dreckig, Partyvolk, vieles kaputt (z.B. das Fenster in meiner Einzelzelle) und dazu noch ne windige Gegend. Also nur bis morgen hier, ich hab mit Mueh und Not Ersatz gefunden und ziehe um. Soll ja auch Spass machen...
Das Viertel hier ist bezeichnend fuer die Stadtviertel mit aermerer Bevoelkerung und sieht bei Tag so aus...





Man muss zu New Orleans ein paar Worte verlieren. Es ist eine der beliebtesten Staedte in den USA fuer Besuche, weil die Stadt durch ihre voellig einzigartige Mischung von Kulturen total speziell ist. Gegruendet von Franzosen, besetzt von Spaniern und Englaendern, besiedelt aber auch von ehemaligen Sklaven und auch Kariben, hat sich hier eine kreolische, schwarze und Cajun-Mischkultur entwickelt, die sich ganz wunderbar beim Essen und der wirklich ueberall praesenten Musik, vor allem natuerlich Jazz, zeigt. Das Bild hier mit Live-Band und tanzenden Leuten ist von heute morgen um halb 11 irgendwo auf der Strasse im French Quarter:



Bei all dieser Dynamik und Lebensfreude darf man aber natuerlich den Horrorhurrikan Katarina nicht verschweigen, der hier alles veraendert hat. Hatte die Stadt am 28. August 2005 noch 450.000 Einwohner, so war ein Jahr spaeter die Haelfte (!) weg. Vor allem die furchtbaren Ueberflutungen, die vor allem tiefliegende Stadtviertel mit armer Bevoelkerung, die sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hatte, betrafen, haben ganze Viertel wie 9th Ward voellig zerstoert und sind bis heute noch nicht alle wieder aufgebaut worden. Viele Einwohner haben die Stadt damals fuer immer verlassen. Mittlerweile hat sich die Einwohnerzahl wieder eehoeht, ist aber noch lange nicht wieder auf dem alten Stand.
Das French Quarter kam glimpflich davon, weil es ein paar Meter hoeher liegt und ist trotz zum Teil sehr baufälliger Häuser und auch heruntergekommener Ecken total huebsch und sehr atmosphärisch.







Und fuer alle Englischlehrer gibts ja auch noch den Streetcar aus Tennessee Williams Drama. Der hier faehrt nicht nach "Desire", was es als Neighborhood wirklich gibt (ebenso wie die Straße Elysian Fields, wo Stella und Stanley wohnen), ist aber noch im taeglichen Gebrauch und rattert hier durch die Strassen...



Und als letzten Eindruck heute der Mississippi; die Brücke ist zwar hoch, aber die Buxcliff muss um drunter durchzukommen die gesamte Radaranlage abklappen. Der Fluss bildet ein riesiges Delta und daher liegt New Orleans jetzt meilenweit von der Mündung entfernt. Es muss also ständig ausgebaggert werden, damit die immer länger werdende Fahrrinne auch fuer Seeschiffe mit grossem Tiefgang schiffbar bleibt. Das wird sicher ne spannende Fahrt hier raus, die sich aber noch verzoegert, weil das Schiff noch in Mexiko rumbummelt. Weihnachten waere ich gern wieder zu Hause.

8.11.14 04:03
 
Letzte Einträge: 17.10. Chicago, 18.10. Chicago, 12.11. New Orleans/Louisiana, 16.12. Freeport/Bahamas


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